Ein Gründungsprojekt in Asien bringt einen hohen organisatorischen Aufwand mit sich, und die kulturellen
und behördlichen Hindernisse sowie die Unsicherheit über Kosten und Dauer des Projektes schrecken
nicht wenige Unternehmen von einem solchen Projekt ab.
Firmengründung in Asien – NEU

Firmengründung in Asien
Welche Unternehmensform?
Welches Gründungsmodell für ein Unternehmen in Asien sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht sagen, da dies
von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. dem erforderlichen Kapitaleinsatz sowie dem geplanten geschäft-
lichen Vorhaben des Unternehmens abhängt. In China z.B. gibt es die Wahl zwischen Representative Office,
Dienstleistungs- oder Handelsgesellschaft und Produktionsgesellschaft.
Representative Office
Vor einigen Jahren wurde die Gründung eines Representative Office häufig der erste Schritt, um in China
geschäftlich aktiv zu sein. So langsam verliert diese Gründungsform jedoch an Bedeutung. Denn ein Rep.
Office darf keine operativen Geschäfte durchführen, die erlaubten Geschäftstätigkeiten sind auf Kontakt-
pflege, Informationsbeschaffung und Marktforschung beschränkt. Die Besteuerung eines Rep. Office
erfolgt anhand der „cost-plus-methode“, daher wird die Repräsentanz anhand der Verluste und Ausgaben
wie Gehälter und Miete etc. besteuert.
Dienstleistungsgesellschaft
Mit dieser Unternehmensform können zum Beispiel Dienstleistungen wie Wartungen von Maschinen
angeboten werden als auch Services aus den Bereichen z. B. Beratung, Engineering, Design und
Architektur. Zu beachten ist, dass Dienstleistungsunternehmen keine Handels- sowie Import- und
Exportlizenzen erhalten.
Handelsgesellschaft (Abk: FICE für Foreign Invested Commercial Enterprise)
Eine FICE ist für ausländische Investoren geeignet, die die Beschaffung und Qualitätskontrolle mit ihren
Einkaufs- und Exportfunktionen am chinesischen Markt kombinieren möchten.
Folgende Tätigkeitsbereiche sind bei einer FICE möglich: Import/ Export, Einzelhandel, Franchising,
Großhandel, Kommissionsgeschäfte und Dienstleistungen wie After-Sales-Service, Lieferung, Lagerung,
Reparaturen, Instandhaltung und Training.
Produktionsgesellschaft
Niedrige Lohnkosten spielen in anderen Ländern Asiens noch eine Rolle, um den Produktionsstandort
hierhin zu verlagern. Für China z.B. ist dies aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Lohnkosten
nicht mehr der Fall. Interessant ist der Produktionsstandort China jedoch aufgrund des immensen
chinesischen Absatzmarktes, wobei zeitnahe Belieferung des Marktes eine große Rolle spielt. Außer mit
ihren eigenen Waren, dürfen Produktionsgesellschaften keinen Handel von Waren betreiben.
Der Tätigkeitsbereich umfasst bei den Produktionsgesellschaften die Produktion sowie den Verkauf
und/oder Export der hergestellten Güter. Eine Produktionsstätte darf sowohl produzieren also auch
Handel betreiben.
Statistisch gesehen ist die derzeit beliebteste Form eines Engagements das 100% ausländische Tochter-
unternehmen (WFOE). In den letzten Jahren haben Markteintritte durch Mergers and Akquisitions (M&A)
stetig zugenommen – gerade in Geschäftsfeldern, die für die Gründung eines WFOE aufgrund lokaler
Restriktionen eingeschränkt sind, wie z.B. in der Chemie- oder Pharmabranche.
Gründung einer Handelsgesellschaft
in China
Die einzelnen Schritte der Gründung einer Handelsgesellschaft sowie die zuständigen Behörden finden Sie hier! Organigramm einer Handelsgesellschaft
in China
Wie ist eine Handelsgesellschaft in China personell aufgestellt?
Ich bin Ihre Ansprechpartnerin für Gründungen in Asien.
Tao Wang, Senior Project Manager
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Joint Venture oder WFOE?
In China existieren zwei Arten von Kapitalgesellschaften: die Gesellschaft mit beschränkter Haftung
(有限责任公司/youxian zeren gongsi) und die Aktiengesellschaft (股份有限责任公司/gufen youxian
zeren gongsi).
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung entspricht in etwa der deutschen GmbH und ist die typische
Gesellschaftsform für ein Equity JV und eine 100%ige Tochter-gesellschaft ausländischer Unternehmen
(Wholly Foreign Owned Enterprise / WFOE).
Die drei bereits erwähnten Unternehmensformen Produktions-, Dienstleistungs-, und Handelsgesellschaft
können sowohl als eine 100%ige Tochtergesellschaft WFOE als auch als Joint Venture gegründet werden.
Bei einem JV muss man in der Regel mit mehr Verwaltungsaufwand rechnen, wegen des notwendigen
Abstimmungsbedarfs mit dem Partner sowie den damit verbundenen Formalitäten.
Vorteile der Gründung eines JV sind u.a.:
- Absicherung eines langjährigen chinesischen Geschäftspartners oder
Lieferanten
- Absicherung eines langjährigen chinesischen Geschäftspartners oder
- die Geschäftstätigkeit unterliegt der sog. „restricted industry”
gemäß des „Guidance Catalogue of Foreign Investments“
der chin. Regierung
- die Geschäftstätigkeit unterliegt der sog. „restricted industry”
- Einschränkungen bzgl. der Höhe der Anteile der ausländischen
Partner in ausgewählten Schlüsselindustrien (z. B. Ganzwagen-
produktion in der Automobilindustrie)
- Einschränkungen bzgl. der Höhe der Anteile der ausländischen
Vorteile der Gründung eines WFOE sind u.a.:
- Kontrolle des WFOE liegt allein bei dem Mutterunternehmen
(unter Einhaltung der lokalen Gesetze)
- Schutz des eigenen Know-hows und der Technologien
- i.d.R. schnellere Gründung (da keine Abstimmung mit dem
JV-Partner notwendig)
„APMC versteht es, individuell auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Ich habe schon Unternehmensberatungen erlebt, die standardisierte Lösungen bieten und nur den Klientennamen ändern. APMC kann sehr gut zuhören, man merkt, dass sie wollen, dass die von ihnen betreuten Unternehmen erfolgreich sind.“
Oliver Quast,Head of Innovation Management (Germany, Southern Europe, Export), Interbrew Deutschland Brauerei Beck & Co., in seiner Rolle als ehemaliger Managing Director für gesamt Asien-Pazifik für Beck’s Bier

